Personenrettung auf engsten Raum in Stein

von Alfred DunshirnZuletzt am Sonntag, 7. April 2019 geändert.
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Am Sonntag, dem 31. März 2019 wurde die Feuerwehr Krems kurz nach 10 Uhr zu einer Türöffnung angefordert. Die diensthabende Mannschaft der Hauptwache besetzte ein Hilfeleistungsfahrzeug sowie die Drehleiter und rückte zur Einsatzstelle in der Steiner Landstraße aus (siehe auch das Alarmierungsprotokoll).

Es wurde vermutet, dass zwei Personen im ersten Stock eines Wohnhauses verunfallt waren. Die Feuerwehrkräfte verschafften den Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes rasch über ein im Erdgeschoss befindliches Fenster Zugang zu dem Objekt. Während die im Gebäude angetroffenen Personen vom Roten Kreuz und dem ebenfalls zur Einsatzstelle beorderten Notarztteam betreut und eine Patientin zum Abtransport vorbereitet wurde, positionieren die Feuerwehrkräfte die Einsatzfahrzeuge so, dass eine schonende Rettung der Patientin über ein Fenster im ersten Obergeschoss vorgenommen werden konnte. Diese Maßnahme, die in Absprache mit dem Rettungsdienst getroffen wurde, schien aufgrund des engen Stiegenhauses im betreffenden Gebäude angebracht.

Die baulichen Gegebenheiten der Steiner Altstadt stellten dabei die Fahrer vor besondere Herausforderungen. Durch die zentimetergenaue Arbeit des Drehleitermaschinisten war es aber möglich, den Korb der Drehleiter so zu positionieren, dass mit ihm eine Krankentrage zum ersten Stock gehoben werden konnte. In enger Zusammenarbeit brachten dann die Rettungs- und Feuerwehrkräfte die Patienten mit der Drehleiter auf das Straßenniveau, wo der Rettungsdienst ihre weitere Versorgung und den Abtransport in das Universitätsklinikum Krems übernahm.

Nach etwa eineinhalb Stunden rückten die Feuerwehrkräfte wieder in die Hauptwache ein. 


Eingesetzte Kräfte:

9 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter
1 Hilfeleistungsfahrzeug

FW Hauptwache

Polizei
Rettung
Rotes Kreuz Krems