Bezirkssachbearbeiter Nachrichtendienst

von BFKDO KremsZuletzt am Freitag, 10. Juni 2016 geändert.
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  Bezirkssachbearbeiter
Nachrichtendienst


OBI Walter Berner
Freiwillige Feuerwehr Eisengraben

Mobil: 0664/751 03 63 4
E-Mail: walter.berner@feuerwehr.gv.at
 




Abschnittssachbearbeiter Nachrichtendienst des Bezirkes


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Terminübersicht


Die Alarmierung zum - und die Verständigung während des Einsatzes gehört seit der Gründungszeit zu den wichtigsten Anliegen der Feuerwehr. Der Gebrauch spezieller Hornsignale und die Errichtung eigener Telefonverbindungen geben davon Zeugnis. Vereinzelt verwendete man schon in der Zwischenkriegszeit Alarmsirenen, die dann während und nach dem Zweiten Weltkrieg allerorts zur Aufstellung kamen.

Findige Feuerwehren bzw. Gemeinden errichteten bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts sogenannte "stille Alarmierungen", indem sie in der Kanalisation der Gemeinde Drähte spannten welche bis in die Häuser bzw. Wohnungen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr führten. An diesen Drähten war an einem Ende ein Handgriff und an den anderen, unzähligen, Enden kleine Glöckchen befestigt. Die stille Alarmierung war geboren.

In den sechziger Jahren begannen sich die Feuerwehren mit Funkgeräten auszustatten. Mittlerweile besitzen sie alle Fahrzeug- und Handfunkgeräte, in den Zentralorten auch Funkfixstationen.
Einige verfügen auch über Personenrufempfänger. Eine Einsatzführung ohne Funk ist heute undenkbar.

Die Feuerwehren der Bezirksstädte bekamen zusätzlich eine Funkleitstelle. "Florian 10" lautet die Bezeichnung dieser ständig besetzten Funkstation in Krems. Sie war der Ausgangspunkt für die Einrichtung einer Bezirksalarmzentrale. Jede über die Notrufnummer 122 abgegebene Meldung gelangt in die Zentrale, woraufhin der Diensthabende durch Knopfdruck über Funkfernsteuerung bei der zuständigen Feuerwehr die Sirene auslöst. Die Bezirksalarmzentrale verständigt auch im Fall eines Zivilschutzalarms, allerdings mit anderen Signalen, die Bevölkerung und ist Anlaufstelle bei unzähligen kleinen oder großen Problemen. Der Dienstbetrieb der Bezirksalarmzentrale wird von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes sichergestellt.

2003 wurde vom Bundeministerium für Inneres mit der Planung und Ausschreibung eines zeitgemäßen Funksystems, dem Digitalfunk, begonnen, welches die Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich seit 2008 mitverwenden. Nunmehr steht der Feuerwehr ein zeitgemäßes Funknetz zur Verfügung, über das neben der Sprachkommunikation auch Daten zur Einsatzunterstützung ausgetauscht werden können. Auch ist es nach Jahren der Isoliertheit - jede Einsatzorganisation hatte in der Vergangenheit ihr eigenes Funksystem betrieben - nunmehr möglich mit anderen Einsatzorganisationen mittels Funk in Verbindung zu treten.

Nach Errichtung des Bezirksfeuerwehrkommandos Krems wurde das Sachgebiet Nachrichtendienst ab 1976 von Günter Scheibenpflug aufgebaut. Anschließend fungierte Ferdinand Smolik, Leopold Liebl, Felix Hameder und Gerhard Eisenbock als Sachbearbeiter. 2011 übernahm Andreas Herndler die Leitung des Nachrichtendienstes.

Zu den vielfältigen Aufgaben des Sachgebiets gehören alle zwei Jahre die Durchführung einer Bezirksfunkübung, die Koordinierung von rund 24 Abschnittsfunkübungen, die Abhaltung von 4 Modulen Funk, wobei durchschnittlich 120 - 160 Feuerwehrmitglieder zu Funkern ausgebildet werden, und die Abhaltung von jeweils 5 Schulungen im Jahr, an denen die für den Erwerb des Funkleistungsabzeichen notwendigen Fertigkeiten vermittelt werden. Dienstbesprechungen bzw. Schulungen mit den Abschnittssachbearbeitern, die Unterstützung des Bezirksfeuerwehrkommandos samt Bezirksführungsstab und der 10. Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaft sowie die nachrichtendienstliche Unterstützung bei Bezirksbewerben bzw. -veranstaltungen runden das "Angebot" ab.

Gegenwärtig stehen im Bezirk zwölf Ausbildner für Funkmodule zur Verfügung, welche auch bei den Vorbereitungskursen für die Funkleistungsabzeichen und tw. als Bewerter bei Funkleistungsbewerben tätig sind.

Seit 1. Jänner 2012 erfolgt die Kommunikation zwischen den Feuerwehren sowie mit übergeordneten Dienststellen wie Florian Krems oder Florian Niederösterreich nur mehr digital. Der analoge Funk findet weiterhin als Einsatzstellenfunk Verwendung.