Unwetterfront über Krems: Mehr als 100 Einsätze

von Erich Bachmayer und Gernot RohrhoferZuletzt vor 7 Tagen geändert.
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Heftige Regenfälle haben am Dienstagnachmittag die Feuerwehren im Bezirk Krems gefordert. Besonders betroffen war das Stadtgebiet von Krems. Ab 17.00 Uhr mussten die freiwilligen Helfer zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. Dutzende Keller und Liftschächte mussten ausgepumpt werden, Straßen waren teilweise bis zu 40 Zentimeter hoch überflutet und mussten vorübergehend gesperrt werden (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Besonders betroffen war der Stadtteil Mitterau. Dort war die Feuerwehr in 16 Hochhäusern im Einsatz, einige Gebäude waren kurzzeitig ohne Strom.

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Zahlreiche Häuser waren auch entlang der Ringstraße betroffen. Im Bundesrealgymnasium Krems drang Wasser über Klassenräume in das Stiegenhaus ein. Aus der Kremser Altstadt wurden Wassereintritte in eine Apotheke, ein Hotel, eine Arztpraxis und mehrere Restaurants gemeldet. Im Bereich der Langenloiserstraße gab eine Weingartenmauer nach. Zu den letzten Einsätzen wurde die Feuerwehr gegen 18.45 Uhr gerufen, bis alle Kräfte wieder eingerückt sein werden, dürfte es aber noch bis in die späten Abendstunden dauern. Im Einsatz waren alle sieben Wachen sowie die Ausbildungswache der Freiweilligen Feuerwehr Krems mit 150 Helferinnen und Helfern.

Besonders fordernd war die große Anzahl an Einsätzen, die gleichzeitig zu absolvieren waren, sagt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krems, Gerhard Urschler: „In allen betroffenen Häusern sind dennoch rasch Einsatzkräfte eingetroffen und haben sich ein Bild der Lage verschafft, wobei Wohnräume verständlicherweise gegenüber Nebenräumen im Keller den Vorzug bekommen haben. Die Straßensperren konnten ohnehin rasch wieder aufgehoben werden“, so Urschler. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand, allerdings blieben einige Autofahrer liegen, die mit ihren Fahrzeugen durch die Wassermassen gefahren waren. Außerhalb von Krems stand die Feuerwehr in Mautern, Lengenfeld und Langenlois im Unwettereinsatz.