Zwei Brandeinsätze zeitgleich: Küchenbrand rasch gelöscht

von Alfred Dunshirn, David SeifritzZuletzt am Mittwoch, 25. April 2018 geändert.
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Am Samstag, dem 21. April 2018 wurde die Freiwillige Feuerwehr Krems beinahe zeitgleich zu zwei Brandeinsätzen alarmiert. Zunächst war in der Bezirksalarmzentrale Krems ein Alarm einer automatischen Brandmeldeanlage eingegangen, kurz danach ging ein Notruf ein, der über einen Rauchaustritt aus einer Wohnung im ersten Stock eines Hochhauses in der Mitterau berichtete. Die diensthabende Mannschaft der Hauptwache rückte mit zwei Tanklöschfahrzeugen parallel zu den Einsätzen aus (siehe auch das Alarmierungsprotokoll - TUS-Alarm; Alarmierungsprotokoll - Brandverdacht).

Ein Einweiser erwartete bei der Wohnanlage in der Mitterau bereits die Einsatzkräfte und teilte dem Fahrzeugkommandanten des ersten Fahrzeuges mit, dass es sich um einen Kleinbrand in der Küche einer Wohnung im ersten Obergeschoss handelte, den der Bewohner bereits gelöscht hatte. Er konnte mit seinem Hund den betroffenen Bereich selbständig verlassen, wies aber starke Anzeichen von Rauchgasinhalation auf, weshalb der Rettungsdienst angefordert wurde. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuten Feuerwehr und Angehörige den Bewohner, vom Roten Kreuz Krems wurde er in das Universitätsklinikum Krems eingeliefert.

Ein Atemschutztrupp drang nach dem Setzen eines Rauchverschlusses, der verhinderte, dass sich der Brandrauch in das Stieghaus ausbreitete, in die Küche vor. Mit einer Kübelspritze führten die Feuerwehrkräfte Nachlöscharbeiten durch und kontrollierten mit einer Wärmebildkamera die von der Brandausbreitung in Mitleidenschaft gezogene Einrichtung. Um die letzten Glutnester abzulöschen, montierten sie einige Hängekästen und einen Kühlschrank ab.

Der parallele Einsatz in einem Kremser Einkaufszentrum war rasch abgearbeitet, es stellte sich heraus, dass Dampfentwicklung in einem Lokal den Alarm der automatischen Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Die Einsatzkräfte fuhren daraufhin zum anderen Einsatz zu und brachten einen Elektrolüfter zur Einsatzstelle. Mit dieser Gerätschaft wurde im Anschluss an die Löscharbeiten die gesamte Wohnung mittels Druckbelüftung vom Rauch befreit. Als zusätzliche Maßnahme wurde die Rauch- und Wärmeabzugseinrichtung aktiviert, sodass etwaige Rauchreste auch über den Dachbereich abziehen konnten.
Parallel dazu wurden die besorgten Anrainer informiert, es bestand keine Gefahr einer Rauch- oder Brandausbreitung auf umliegende Wohnungen. Da die Aufzugsanlagen während des Feuerwehreinsatzes außer Betrieb standen, unterstützen die Einsatzkräfte auch einige ältere Bewohner dabei, ihre Einkäufe in höher gelegene Wohnungen des 11-geschossigen Wohnhauses zu bringen. 

(c) David Seifritz(c) David Seifritz(c) FF Krems-Tank1(c) FF Krems-Tank2(c) FF Krems-Tank2

Etwas mehr als eine Stunde nach Eingehen des Notrufs rückten die Einsatzkräfte wieder in die Hauptwache, die Reinigung und Wartung der Schutzausrüstung wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.

 


Eingesetzte Kräfte:

16 Einsatzkräfte der Feuerwehr

2 Tanklöschfahrzeuge

FW Hauptwache

Brandursachenermittler
Polizei
Rotes Kreuz Krems