Die Entwicklung der FF Krems unter Bürgermeister Wittig (1976-1990)

von Walter Strasser, Alfred DunshirnZuletzt am Dienstag, 23. Jänner 2018 geändert.
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Während der Amtszeit des am 15. Jänner 2018 verstorbenen Altbürgermeisters der Stadt Krems, Harald Wittig, gab es zahlreiche Erneuerungen und Entwicklungen in der Freiwilligen Feuerwehr Krems, die seitens der Stadt Unterstützung fanden.

Auf Betreiben des Kommandos der FF Krems erfolgte im Jahr 1977 der Neubau des Feuerwehrhauses in Egelsee, 1980 folgte derjenige des Standorts in Rehberg. Im Jahr 1983 übersiedelte die Feuerwache Gneixendorf aus der Wolfgasse in die Gneixendorfer Hauptstraße, es erfolgte die erste Ausbaustufe des ehemaligen Milchhauses. Saniert wurden in diesem Zeitraum die Feurwehrhäuser in Angern, Hollernburg, Stein und Thallern.
Die Stadt leistete bei diesen Neu- und Umbauarbeiten Anteilsbeiträge, die Projekte wurden durch das Erbringen unzähliger freiwillig geleisteter Arbeitsstunden der Mitglieder realisiert.

1981 erhielt die Feuerwache Hollenburg ein neues Kleinlöschfahrzeug, die Wachen Angern und Thallern, die zu diesem Zeitpunkt lediglich über eine Tragkraftspritze verfügten, wurden mit Fahrzeugen der Hauptwache ausgerüstet. Im Jahr 1986 wurde erstmals ein Tanklöschfahrzeug in Egelsee stationiert, die Feuerwache Gneixendorf wurde 1987 mit einem neuen Kleinlöschfahrzeug verstärkt.
Auch der Fuhrpark der Hauptwache konnte sukzessive erneuert und ausgebaut werden. In den Jahren 1981 und 1986 wurden neue Tanklöschfahrzeuge in Dienst gestellt, 1982 ein Fahrzeug für Gefahrenstoffeinsätze. 1987 erhielt die Hauptwache das Schwere Rüstfahrzeug mit Kran, das bis vor kurzem im Einsatzdienst stand. Im selben Jahr wurde auch das erste neuartige Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft.

Die beiden Anhänge-Holzleitern (mit einer Längen von 21 und 22 Metern) wurden ausgeschieden, großteils finanziert durch eine Spendenaktion der FF Krems wurde eine 30-Meter-Drehleiter Magirus Deutz 170 D 12F angeschafft, der Restbetrag wurde aus Fördermitteln des Landes und der Stadt aufgebracht.
Wegweisend war auch die Vereinheitlichung der Ausrüstung für alle aktiven Feuerwehrmänner der Stadt Krems nach dem Vorbild der Hauptwache.

Spendenübergabe Lions-Club für Beschaffung DrehleiterGrundsteinlegung Feuerwache RehbergAusbildung Gefährliche StoffeBürgermeisterempfang 1985Einschulung Schweres Rüstfahrzeug

Der von Dr. Max Torwesten begonnene Zusammenschluss der Kremser Feuerwehr wurde durch die Einbeziehung von Egelsee im Jahr 1972 sowie von Angern, Thallern und Hollenburg im Folgejahr fortgesetzt.

Der Feuerwehrreferent wurde abgeschafft, der Bürgermeister nimmt seither direkt die Feuerwehrangelegenheiten und den Katastrophenschutz wahr. Es wurde die Erstellung eines Katastrophenschutzplanes für die Stadt Krems durch die Feuerwehr vorgesehen, des Weiteren erfolgte die Erstellung eines Hydrantenplanes im Magistratsbereich und seine Abspeicherung auf der EDV-Anlage der Stadt Krems.

Als Bürgerinformationsstelle und Magistratseinsatzleitstelle wurde ein Katastrophenschutzzentrum bei der Feuerwehr Krems eingerichtet, entsprechende Bürgerinformationen sind aktuell auf der Feuerwehrhomepage nachzulesen.

(c) Johann Lechner - NÖN

Bürgermeister Wittig förderte und unterstützte den Einsatz von Zivildienern bei der Feuerwehr Krems, gleichzeitig ermöglichte er die jährliche Abhaltung des Kremser Kindersicherheitsbewerbes.

Für seine vorbildhafte Unterstützung des Feuerwehrwesens wurde Bürgermeister Harald Wittig 1986 mit der Ehrenmitgliedschaft der Freiwilligen Feuerwehr Krems im Rahmen des Festakts 125 Jahre FF Krems ausgezeichnet.